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Aus gegebenem Anlass habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich trotz Krankheit perfekt sein kann. Das Ergebnis meiner Überlegungen: Ja, ich kann. 
Was ist eigentlich Perfektion? Um perfekt zu sein brauche ich immer einen Vergleichszustand, den ich für ideal erkläre. Im ungünstigsten Fall suche ich diesen Vergleichszustand im Außen. Ich wähle mir ein Idol und eifere ihm nach. In der Regel ist das zum Scheitern verurteilt, denn ich bleibe (Gott zum Lobe) doch immer ich selbst. Mit dem Scheitern werde ich aber leiden.
Ich kann mir diesen Vergleichszustand aber auch in mir selbst suchen, indem ich mir ein Ziel festlege, das ich unbedingt erreichen muss. Erst das Erreichen dieses Zieles gibt mir das Gefühl der Perfektion. Lege ich mir die Latte zu hoch, werde ich das Ziel nie erreichen und mich immer unvollkommen fühlen. 
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich perfekt bin, wenn ich meine Talente und Fähigkeiten in meiner jeweiligen Tagesform voll und ganz ausschöpfe. Also kann der Vergleichszustand, an dem ich meine Perfektion messe, keine Konstante sein. Bin ich krank oder einfach nur schlecht drauf, werde ich weniger erreichen können als an Tagen, an denen es mir gut geht und ich voller Energie bin. Aber in jedem Fall kann ich perfekt sein.
Nicht perfekt bin ich, wenn ich in Situationen träge und faul bin, die meinen vollen Einsatz verlangen.

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Kommentare

Sigrid Goutal
# Sigrid Goutal
Freitag, 3. November 2017 14:36
Lieber Ravidas,
in meinen Augen sind wir immer perfekt. In dem wir die Perfektion in einer Sache suchen und das Scheitern darin verurteilen limitieren wir uns als göttliches Wesen. In sofern sind wir perfekt, als unser göttlicher Anteil im Scheitern mit uns ins Gespräch geht und uns unsere Illusionen aufzeigt.
Der Wunsch in einer Sache perfekt zu sein, zeigt uns doch auf, wo wir uns in unserer Ganzheit verletzt fühlen.

In diesem Sinne
"Namaste"

Sigrid

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