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Manche Menschen misstrauen allem und jedem. Dieses Misstrauen geht häufig auf negativen Erfahren oder auf ihre Erziehung zurück. Betroffene verschießen sich der Umwelt, denn sie wissen ja, dass dort nur Schlechtes lauert. Sie fühlen sich niemals wirklich sicher. Sie werden dominiert vom Misstrauens-Mindfuck, der sie zwar davor bewahrt, erneut negative Erfahrungen zu machen, aber ihnen gleichzeitig auch die Chance nimmt, neue positive Erfahrungen zu machen.
Ein gesundes Misstrauen ist durchaus angebracht. Bedingungsloses Vertrauen zu allem und jedem wäre naiv und wird früher oder später zu unangenehmen Erfahrungen führen. Wenn ich aber feststelle, dass mir mein Misstrauen die Lebensfreude nimmt, wenn ich mich dadurch eingeengt fühle, ist die Frage nach der Angemessenheit angebracht. Vielleicht gilt es, negativen Erfahrungen positive Erlebnisse in der gleichen Sache oder in der Gesellschaft entgegenzusetzen, mich schlicht der Welt und dem Leben zu öffnen und auch die Bereitschaft zu zeigen, Risiken einzugehen.
Besonders heimtückisch, weil vielleicht selbst als positiv wahrgenommen, ist der Übermotivations-Mindfuck. Wenn ich ein Übermotivations-Mindfucker bin, euphorisiere ich mich in meinem Denken und Handeln, indem ich alles Negative einfach ausblende. Und ich mache mir Druck, eine Realität nach meinem verschrobenen Positiv-Denken zu schaffen. Diese Form, sich selbst zu sabotieren, entdecke ich oft im spirituellen Fanatismus. Im Buddhismus gibt es den Spruch: „Finde Deinen Guru, liebe Deinen Guru, töte Deinen Guru.“ Hier wird nicht zur physische Gewaltanwendung aufgerufen, sondern dazu, zu hinterfragen, ob denn eine spirituelle Lehre inspirierend auf mich wirkt oder ob ich mich zum Sklaven dieser Lehre mache. 

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