Yogahaus Dresden | Blog

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Mich hat ein Interview mit Byron Katie in der letzten „Happinez“ sehr beeindruckt. Nachdem sie als erfolgreiche Geschäftsfrau in ein tiefes mentales Loch gestürzt war, half ihr eine Frage, wieder auf die Beine zu kommen: „Ist das wirklich war?“ Diese Frage richtete sie nicht nach außen, sie stellte die Frage sich selbst, immer und immer wieder. Damit hinterfragte sie sich selbst, ihre Empfindungen, Gedanken und Gefühle. Und sie stellte fest, dass sie so gut wie nichts als wirklich wahr klassifizieren konnte. Diese Erkenntnis eröffnete ihr die Möglichkeit, sich von hinderlichen und einengenden Glaubenssätzen und Verhaltensmustern zu trennen.

„Ist das wirklich wahr?“ Eigentlich können wir diese Frage niemals eindeutig mit „ja“ beantworten. Unser Gehirn kann nur einen winzigen Bruchteil von der Realität, die uns umgibt, abbilden. Und tatsächlich ist es nur ein Abbild der Realität, wie das Foto einer Landschaft, aufgenommen mit einer schlechten Kamera. Denn während das Foto einer Kamera die Realität in der Regel unverfälscht darstellt, durchläuft das Bild, das in unserem Kopf auf der Grundlage unserer Sinneseindrücke entsteht, mehrere Filter. So stellt dieses Bild mehr das dar, was wir sehen wollen, als das, was wirklich ist. 

Wenn ein Optimist und ein Pessimist Hand in Hand durch einen Tag gehen, werden sie abends vollkommen verschiedene Geschichten erzählen können. Keiner der beiden sagt die Unwahrheit, aber ebenso wenig kann uns keiner der beiden die unverfälschte Wirklichkeit beschreiben.

Die alten Yogis wussten es schon vor über 2.000 Jahren: Die uns umgebende Welt ist nur eine Illusion, nichts weiter als eine Vorstellung. Wir sind gut beraten, uns öfter die Frage zu stellen „Ist das wirklich wahr?“ Und wenn wir unseren eigenen Sinneseindrücken und Wahrnehmungen so wenig trauen können, sollten wir dem, was uns andere von der vermeintlichen Realität berichten, noch sehr viel misstrauischer gegenüberstehen. 


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